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Ist ja irre! Wie macht ihr das?
 
Das bekommen wir fast immer zu hören, wenn jemand diese Bilder sieht. Also wollen wir mal versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Völlig ungläubige Reaktionen ernten wir, wenn wir nach den Belichtungszeiten unserer Aufnahmen gefragt werden: ca. 1/50.000 bis 1/30.000 Sekunde. Staunende Frage: "Oh, da habt ihr ja unglaubliche Spezialkameras! Das muß wahnsinnig teuer sein! Wo bekommt man sowas bloß her?" Die Erklärung, daß das mit Standard-Digitalkamera oder Spiegelreflex gemacht wurde, wird von vielen nicht sofort geschluckt. Sie begehen einen entscheidenden Denkfehler, der vor dem Verständnis erst aufgelöst werden muß:
    Es ist nicht die Kamera, die diese Geschwindigkeit bieten muß, sondern ein Blitz.
Die Kamera muß tatsächlich keine besonderen Anforderungen erfüllen, außer: die Belichtungszeit muß auf mehrere Sekunden einstellbar sein ("B"-Modus, "Bulb"), am besten mit Auslöseverzögerung ("Selbstauslöser"). Das kann jede 30 Jahre alte Spiegelreflexkamera und die meisten aktuellen Kompaktdigitalkameras. Außerdem muß manuelles Fokussieren möglich sein. Das können neben beliebigen Spiegelreflexkameras leider nur die besseren Kompaktdigitalkameras.

Fangen wir mit einer groben Liste der notwendigen Ausrüstung an, die wir dann im Detail beschreiben werden:

  • eine Kamera
  • einen Blitz
  • ein zu zerstörendes Objekt
  • ein zerstörendes Objekt
  • eine Auslösesteuerung für den Blitz
  • einen dunklen Raum
  • Improvisationsfähigkeit
Die gesamte Ausrüstung besteht tatsächlich aus völlig handelsüblichen Standardgeräten - natürlich im Laufe der Zeit verfeinert und optimiert.