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Analog geht zwar viel, aber es ist nicht immer einfach. Besonders das reproduzierbare Einstellen der Blitzverzögerung war nicht immer möglich. Eine Erweiterung bzw. Neukonzeption der Analogschaltung war kurz angedacht, schien aber den vertretbaren Aufwand zu übersteigen.
Dies brachte uns auf die Idee, einen programmierbaren Mikrocontroller für die Meß- und Steuerungszwecke einzusetzen. Diese Entscheidung hat sich gelohnt, denn die erreichte Präzision ist so hoch, daß wir mittlerweile - zumindest technisch gesehen - kaum noch schlechte Bilder produzieren.
Den Mikrocontroller erwarben wir bei eBay, dort gibt es ständig Auktionen mit komplett aufgebauten Experimentierboards. Der überaus freundliche Verkäufer versorgte uns noch mit Informationen für blutige Anfänger, die uns sehr geholfen haben.
In unserem Board sitzt ein ATMega16 der Firma Atmel, einem der führenden Hersteller in dem Bereich. Der Controller ist ein 8-Bit RISC Prozessor mit integriertem 16kB Flash-Speicher. Getaktet ist er mit 16 MHz, was für unsere Zwecke mehr als ausreichend ist. Das Board besitzt ein 4x20 LCD, Programmierschnittstelle, direkte und relaisgekoppelte Ausgänge, LEDs, Taster, eine serielle Schnittstelle und läuft an 6-12 V Versorgungsspannung. Die Programmierung kann man direkt in Assembler durchführen (Atmel stellt dazu eine kostenlose komplette IDE incl. Simulator zur Verfügung, das AVR Studio). Wer es nicht ganz so bodenständig mag, kann C verwenden (kostenlos z.B. mit gcc), auch ein Basic ist erhältlich (Bascom-AVR von MSC electronics, kostenlos bis 4 kB Code). Die Atmel-Programmierszene ist riesig, das Netz hält eine unüberschaubare Menge von Informationen zu diesem Thema bereit. Der Einstieg in die Mikrocontrollerwelt war anfangs etwas holprig, aber wer seine ersten Informatikkenntnisse mit dem Kosmos CP1 gesammelt hat, läßt sich natürlich von sowas nicht unterkriegen... Die kleine Zusatzschaltung links auf dem Bild besteht aus vier Optokopplern, die unsere Blitze auslösen, maximal 4 Geräte können so individuell angesteuert werden. Die Geschwindigkeit des Controllers erlaubt es uns, die Verzögerungszeit im Mikrosekundenbereich genau einzustellen. Eine höhere Auflösung als 200µs haben wir allerdings bisher nicht benötigt, denn der optimale Auslösezeitpunkt liegt beim Schießen mit dem Luftgewehr zwischen 3,5 und 5 ms. Beim Vorschlaghammer snid es sogar nur 30-40 ms.
Klar! Wenn wir wieder Lust zum Schreiben haben, geht's weiter.
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